Conduit

Ein Conduit ist eine künstliche Verbindung zwischen zwei Anteilen des Herzens oder der großen Gefäße um eine Engstelle oder vollständige Unterbrechung zu überbrücken.

Meist sind dies Verbindungen zwischen der rechten Herzkammer und der dazu gehörenden Lungenschlagader. Conduits können aus Kunststoff (z. B. Goretex ) oder nur aus natürlichem Spendergewebe (menschliches oder tierisches Gewebe) bestehen. Bei menschlichem Ersatzgewebe spricht man von Homograft (homo=der Mensch).. Die Conduits können mit oder ohne Klappen ausgestattet sein.

Ein Conduit hat eine begrenzte Lebensdauer, da es anders als körpereigenes Gewebe schneller altert und verkalkt. Seine Klappe kann sich dadurch vorzeitig verengen oder undicht werden. Das kann einen Austausch notwendig machen.

Patienten mit einem Conduit haben ein höheres Risiko einer Endokarditis, zum Einen weil die natürliche Häufigkeit einer Endokarditis zunimmt, zum Anderen, weil die Konsequenz für den betroffenen Patienten ‐ wie zum Beispiel Austausch des Conduits ‐ mit einem höheren Risiko behaftet ist. Deshalb wird eine strenge Endokarditis-Prophylaxe empfohlen.